ACHTUNG SCHWAMMERLZEIT - PFERDEBESITZER AUFGEPASST

Pilze beim Pferd

ah ProHorse, Alfred
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Es ist soweit der Herbst ist da!

Durch die ansteigende Luftfeuchtigkeit bei weiterhin milden Temperaturen beginnt damit auch die "Schwammerl-Zeit"!

Leider nicht nur im Wald und im Kochtopf, sondern auch in und am Pferd!

Vielleicht bereits jetzt, aber sicherlich bald können wir bei unseren Pferden wieder eine gestresstere Verdauung, Hautprobleme mit unklaren Ursachen oder vielleicht sogar phasenweise Husten und Augenentzündungen beobachten!

Gerade im Herbst spielen hier die sogenannten Mykotoxine (Pilzgifte) eine entscheidende Rolle!

Ob in Form

- eines Darmpilzes (Angriff auf Verdauung mit Durchfall, Kotwasser, Kolik, Blähungen, Dauerfressen, das Immunsystem mit Husten, Augenentzündung, Mauke, Gallen, und die Nährstoffverwertung),

- oder als Hautpilz - Erscheinungen (Haut, Haarkleid, Augen, Fesselbeugen, etc),

eine Pilzbelastung des Pferdekörpers zeigt sich auf vielfältige Weise.

Woher kommen aber die belastenden Pilzsporen?

Quellen von Pilzen in Stall und Umgebung des Pferdes

Folgende Pilz- Quellen findet man in der Umgebung von Pferden immer wieder:

-überständige Wiesen: Sind die Gräser auf den Koppeln und Heuwiesen "ausgewachsen" leitet die Natur mit Hilfe von fäulnisfördernden Pilzen den Verfall der Gräser ein, um Platz für neues, frisches Gras zu schaffen. Diese fäulnisfördernden Pilze schaden der Pferdeverdauung stark. Der Grat zwischen dem - oft gut gemeinten - Diät Gras (weil ausgewachsen) und überständigem (bereits pilzbelastetem) Gras ist denkbar schmal! Hier ist Vorsicht geboten: Sind die Halme bereits braun und weisen kleine schwarze Pünktchen auf, hat sich der Pilz bereits häuslich eingerichtet. Solches Gras gehört definitiv nicht mehr in`s Pferd (auch nicht in Form von Heu)!!!

- Schimmel am Futter durch erhöhte Luftfeuchtigkeit: Futter immer trocken, kühl und dunkel lagern, An reinem Körnerfutter (heller Hafer) erkennt man Schimmel- Pünktchen. An Müslis und anderen Mischfuttern leider nur am Geruch oder Schimmelgeflecht. Hier immer wachsam bleiben!

- Einstreu: Für Stroh und Späne, sowie Heu und Raufutterersatz gilt dasselbe: Trocken, dunkel lagern, schwarze Pünktchen und Schimmelgeruch sind absolute Alarmsignale! Verdorbenes besser entsorgen!

- Fallobst: gerade im Herbst kann Fallobst eine Gefahr darstellen: Viele Pferde fressen verfaultes Obst nicht. Es gibt aber Fressmaschinen, die einfach alles in sich hinein stopfen. Hier sollte die Koppel täglich auf Verfaultes kontrolliert werden!

- Pferdeäpfel: Wer jetzt auf der Koppel Pferdeäpfel absammelt, kann einen "Pelz" darauf beobachten - Pilze. Es empfiehlt sich Koppeln regelmäßig abzumisten, um den Infektionsdruck, nicht nur hinsichtlich Wurmbefall, sondern auch Pilzen, gering zu halten.

Betrachtet man alle möglichen Pilz- Quellen im Pferde- Umfeld, erkennt man schnell: Der Druck auf das Immunsystem gerade im Herbst ist nicht ohne! Kommt dann noch die erhöhte Belastung, die der Fellwechsel mit sich bringt hinzu, macht es auf jeden Fall Sinn, das Pferd in dieser Zeit aufmerksam zu beobachten, und im Bedarfsfall, oder gleich präventiv zu unterstützen.

Was also tun, um den Pferdekörper in Herbst und Winter gesund zu erhalten?

Dazu mehr in unserem nächsten Beitrag! 


Beitrag von facebook von ah-ProHorse